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Auricularia auricula-judae (Bull.) Wettst. 1886

Synonyme: Auricularia sambuci Pers. , Auricularia sambucina (Scop.) Mart. , Hirneola auricula-judae (Bull. : Fr.) Berk.

Systematik: Basidiomycota > Auriculariales > Auriculariaceae

Deutscher Name: Judasohr

Vorkommen:
Vorwiegend an Holunder (Sambucus), aber auch an vielen anderen Laubhölzern wie Ahorn (Acer), Buche (Fagus) und Ulme (Ulmus). Die Pilze erscheinen das ganze Jahr über, meist an entrindeten, abgestorbenen Stammstücken am Boden oder im Luftraum, vorwiegend in der kalten Jahreszeit und nach Regenperioden. In ganz Europa verbreitet, nur im Norden fehlend.

Vorkommen am Ammersee:
Verbreitet und häufig.
In unserer Datenbank gibt es 611 Fundmeldungen.

Makroskopische Bestimmungsmerkmale:
Fruchtkörper bis 10 cm breit, jung becher- bis schüsselförmig, bald einseitig ohrförmig oder lappig mit dunkel grau- bis purpurschwarzer oder brauner Fruchtschicht und grauer, fein körniger oder von bis 1/10 mm langen, dickwandigen Haaren samtig bereifter Außenseite.
Fleisch gallertig, etwa 1 bis 2 mm dick, beim Eintrocknen sehr dünn und hart werdend, nach Befeuchtung wieder auflebend.
Das gallertig aufquellende Fleisch des Pilzes ist völlig geschmacklos, nimmt aber beim Aufsaugen von Flüssigkeit deren Geschmack an.

Mikroskopische Bestimmungsmerkmale:
Sporen 17-19 x 6-8 µm, zylindrisch, schwach gebogen, glatt, farblos.
Basidien zylindrisch, dreifach quer septiert, mit 3 seitlichen Epibasidien.

Bemerkungen:
Der Pilz wird seit alters her in der ostasiatischen Küche verwendet und ist bei uns unter der Bezeichnung "Chinesische Morchel" oder Mu-Err im Handel. Das Judasohr wird auch als Vitalpilz verkauft.
Sehr selten kann man auch Albino-Formen (rein weiß bis cremefarben) finden (siehe Bilder unten).

Autor: Edmund Garnweidner

Quelle / Literatur:
Breitenbach/Kränzlin, Pilze der Schweiz, Bd. 2, Nr. 7.

  • Standort

    Foto: Peter Karasch
  • Makroskopische Ansicht

    Foto: Peter Karasch
  • Makroskopische Ansicht

    Foto: Peter Karasch
  • Makroskopische Ansicht

    Foto: Peter Karasch
  • Makroskopische Ansicht

    Foto: Peter Karasch
  • Makroskopische Ansicht

    Foto: Peter Karasch
  • Sporen

    Foto: Peter Karasch