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Ascobolus carbonarius P. Karst. 1866

Synonyme: Ascobolus atrofuscus W. Phillips & Plowr. , Ascobolus atrofuscus var. pruinosus (Boud.) Sacc. , Ascobolus bohemicus Klika , Ascobolus carbonicola Boud. , Ascobolus viridis var. pruinosus Boud. , Boudiera crosslandii (Boud.) Massee

Systematik: Ascomycota > Pezizales > Ascobolaceae

Deutscher Name: Brandstellen-Kotling

Vorkommen:
Einzeln bis gesellig auf Brandstellen, zwischen März und August. Vermutlich verbreitet, aber selten dokumentiert.

Vorkommen am Ammersee:
Bislang nur selten nachgewiesen, aber vermutlich wegen der kleinen Fruchtkörper öfter übersehen. Da Brandstellen in vielen Ökosystemen aufgrund natürlicher Ursachen etabliert sind, tragen diese zur Erhaltung der Biodiversität bei, auch wenn sie bei Forstarbeiten künstlich angelegt werden.
In unserer Datenbank gibt es 3 Fundmeldungen.

Makroskopische Bestimmungsmerkmale:
Fruchtkörper 1–5mm, jung oliv-gelblich und mit der Sporenreife braun bis schwarzbraun, jung becherförmig und bei Reife schüsselförmig, ungestielt becherförmig,
Rand deutlich abgesetzt gekerbt.

Mikroskopische Bestimmungsmerkmale:
Sporen breit-elliptisch, 22–23 × 13-14 μm, mit bis zu 1 µm großen Warzen als
Ornament.
Schläuche 8-sporig, bis 130 × 22 µm, mit positiver Jodreaktion (J+).
Paraphysen septiert, 1 bis 2-fach verzweigt.

Bemerkungen:
Die meisten Arten der Gattung Ascobolus haben tief-violette Sporen mit einem netzigen Ornament und wachsen auf Dung oder nackter Erde. Eine mikroskopische Untersuchung ist immer notwendig.

Autor: Peter Karasch

Quelle / Literatur:
Breitenbach & Kränzlin, Pilze der Schweiz Bd. 1 Nr. 112.

  • Makroskopische Ansicht

    Foto: Peter Karasch