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Agaricus urinascens (Jul. Schäff. & F.H. Møller) Singer

Synonyme: Agaricus alberti var. substramineus (Courtec. & Bon) Bohus , Agaricus albertii Bon , Agaricus kuehnerianus Heinem. , Agaricus macrosporus (F.H. Møller & Jul. Schäff.) Pilát , Agaricus macrosporus var. stramineus (Jul. Schäff. & F.H. Møller) Bon , Agaricus stramineosquamulosus Rauschert , Agaricus stramineus (Jul. Schäff. & F.H. Møller) Singer , Agaricus substramineus Courtec. , Psalliota urinascens Jul. Schäff. & F.H. Møller

Systematik: Basidiomycota > Agaricales > Agaricaceae

Deutscher Name: Großsporiger Egerling

Vorkommen:
Unter frei stehenden Bäumen auf trockenen Wiesen und an Waldrändern, seltener in Wäldern, in den letzten Jahren als Folge der Zerstörung naturnaher Wiesen zunehmend seltener werdend.
Fruchtkörperbildung zwischen Juni und November.

Vorkommen am Ammersee:
Zertreut, selten.
In unserer Datenbank gibt es 13 Fundmeldungen.

Makroskopische Bestimmungsmerkmale:
Hut 10 bis über 30 cm breit werdend, rein weiß mit weißen bis zart gelblichen, seidigen Schüppchen, bei Berührung gilbend, anfangs halbkugelig, dann breit konvex und sehr dickfleischig.
Lamellen anfangs blass graulich, dann schön fleischrosa, rasch schwarzbraun werdend mit heller Schneide.
Stiel 7 bis 12 cm lang und 20 bis 30 mm dick, kurz und dick mit etwas angeschwollenem und zuspitzendem Grund, Spitze weiß bis rosa, unterhalb des sehr breiten, unterseits grob schuppigen und am Rand oft gezackten Rings dicht gebändert schuppig.
Fleisch dick und fest, rein weiß, im Schnitt im Stiel besonders gegen den Grund langsam orange bis fleischfarben anlaufend, frisch mit schwachem Anisgeruch, der im Alter in einen unangenehmen Gestank nach faulem Stroh übergeht.

Mikroskopische Bestimmungsmerkmale:
Sporen 10-13 (14) x 6-7 µm, ohne Keimporus.
Basidien 4-sporig.
Cheilozystiden zahlreich, ein-dreizellig.

Bemerkungen:
Lange Zeit wurde auch A. excellens als eigenständge Art bzw. var. von A. urinascens diskutiert. F. Gröger (2014) subsummiert nun beide Taxa unter A. villaticus Brondeau.

Autor: Edmund Garnweidner

Rote Liste: G

Quelle / Literatur:
Breitenbach/Kränzlin, Pilze der Schweiz, Bd. 4, Nr. 183;
Gröger, F. (2014): Bestimmungsschlüssel für Blätter- und Röhrenpilze in Europa, Teil II: 121;
Ludwig, E. (2007): Pilzkompendium, Bd. 2, Nr. 90.44.

  • Makroskopische Ansicht

    Foto: Peter Karasch