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Puccinia caricis-montanae E. Fisch. 1898

Synonyme: Puccinia arenariicola Plowr.

Systematik: Basidiomycota > Pucciniales > Pucciniaceae

Deutscher Name:

Vorkommen:
Frühjahr bis Herbst; in Deutschland zerstreut auf dem Haplonten Flockenblume (Centaurea), seltener auf den Dikaryonten Segge (Carex), Hauptwirt ist die Berg-Segge (Carex montana).

Vorkommen am Ammersee:
Im Gebiet verbreitet, bisher zahlreiche Funde auf den Haplonten Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea) und Skabiosen-F. (C. scabiosae), nur selten auf dem Dikaryonten Berg-Segge (Carex montana).
In unserer Datenbank gibt es 8 Fundmeldungen.

Makroskopische Bestimmungsmerkmale:
Der Rostpilz vollführt einen Wirtswechsel. Im Frühjahr werden auf Flockenblume (Centaurea) an gelblichen bis rötlichen Verfärbungen blattoberseits die Spermogonien gebildet. Die orangefarbenen Aecien werden kreisförmig auf der Blattunterseite ausgebildet, meist von einem verfärbten Hof umgeben. Die Aecien haben eine Pseudoperidie die becherförmig ausgebildet ist und der Rand ist nach außen gebogen und zerschlitzt. Im Sommer wechselt der Pilz auf verschiedene Seggen (Carex) für die Ausbildung von Uredien und Telien. Die braunen, strichförmigen Uredien werden meist auf der Blattoberseite gebildet und sind früh nackt. Darauf folgt die Ausbildung der strichförmigen, dunkelbraunen Telien die ebenfalls früh frei sind.

Mikroskopische Bestimmungsmerkmale:
Aeciosporen in langen Ketten verbunden bleibend, stumpf-polyedrisch, 14-18 µm im Durchmesser, Wand dünn und feinwarzig. Uredosporen kugelig bis ellipsoidisch, 18-21 µm im Durchmesser, Wand braun, entfernt stachelwarzig, mit 2 Keimporen. Teliosporen 2-zellig, meist birnförmig, an der Basis in den Stiel verschmälert, 42-52 x 18-24 µm, obere Zelle meist breiter als untere. Obere Zelle am Scheitel auf bis zu 14 µm verdickt. Stiel farblos, fest.

Bemerkungen:
Der Großteil der Arten ist sehr wirtsspezifisch, deshalb hilft für eine genaue Artansprache der Art die Kenntnis des parasitierten Wirtes. Besonderheit von Rostpilze ist, dass viele Arten einen Wirtswechsel zwischen zwei verwandtschaftlich meist sehr entfernt stehenden Wirten vollführen.

Autor: Julia Kruse

Quelle / Literatur:
Gäumann (1959): 668f

  • Detailansicht

    Foto: Julia Kruse
  • Makroskopische Ansicht

    Foto: Julia Kruse