Makroskopische Bestimmungsmerkmale: Hut bis 8 cm breit, anfangs mehr oder weniger flach mit eingerolltem Rand, dann zunehmend trichterig und oft etwas verbogen, jung ungezont und auf schmutzig graublauem Grund mit blau durchschimmernden Flecken, dann nach schmutzig orangeocker aufhellend, stets mit durchscheinenden blauen Farbtönen, durchwässert und zunehmend mit ca. 5 mm breiten, konzentrischen, reifartig schimmernden Zonen, feucht stark schmierig, bei Berührung nach Stunden dunkelgrün fleckend. Lamellen jung lebhaft orange-karottenrot, später heller, bei Verletzung langsam grün fleckend, mäßig dichtstehend, normal breit und am Stiel gerade angewachsen und wenig gegabelt, mit zahlreichen, teilweise gabelig abgehenden Zwischenlamellen, Schneide glatt. Stiel 2 bis 6 cm lang und 7 bis 12 mm dick, regelmäßig zylindrisch mit etwas verjüngtem Grund, hell orange und stark weißgrau bereift, mit orangefarbenen, wenig eingetieften Gruben. Fleisch stark orange-weinrot marmoriert, unter der Huthaut nach Stunden grünlich, Madenfraßgänge rein grün. Milch im frischen Schnitt unter der Huthaut bisweilen auf ca. 2 mm Breite dunkelblau, sonst karottenorange, langsam weinrot verfärbend.
Bemerkungen: Die Art ist an der dunkelblauen Milch unter der Hutoberfläche sofort zu erkennen, sieht aber sonst wie Lactarius semisanguifluus aus, der jedoch eine blutrote Milch besitzt. Die stark ausgeprägten, netzig verbundenen Grate der Sporen von Lactarius quieticolor sind ein mikroskopisches Unterscheidungsmerkmal.
Quelle / Literatur: Basso, Fungi Europaei, Bd. 7, Lactarius, S. 271ff.; Heilmann-Clausen et al., The Genus Lactarius, S. 142ff.; Krieglsteiner, Beitr. Kenntn. Pilze Mitteleuropas, Bd. 7, S. 68 (als Lactarius deliciosus var. quieticolor).