Synonyme: Geastrum sessile (Sowerby) Pouzar
Systematik: Basidiomycota > Geastrales > Geastraceae
Deutscher Name: Gewimperter Erdstern
Vorkommen:
Meist gesellig in Fichtenwäldern, vor allem in der Streu entlang von Wegen und Straßen, nicht selten.
Nach dem Atlas der Großpilze Deutschlands (West), Bd. 1a (Karte 311), in den gut kartierten Gebieten ziemlich geschlossen verbreitet; in Bayern z. B. um Coburg, Augsburg und Regensburg und im Alpenvorland ziemlich verbreitet mit auffälligen Lücken westlich des Lechs.
Vorkommen am Ammersee:
Verbreitet und häufig.
In unserer Datenbank gibt es 274 Fundmeldungen.
Makroskopische Bestimmungsmerkmale:
Fruchtkörper jung 1-4, ausgebreitet 2-7 cm breit, weißgrau, aus 2 getrennten Schichten bestehend; äußere Schicht (Exoperidie) anfangs kugelig und bei der Reife durch Drehung nach außen den unterirdischen Fruchtkörper aus den Boden hebend, dabei sternförmig aufreißend und nach unten umgerollt.
Endoperidie (Innenschicht) kugelig und sich an einer gestreiften und spitzen Pore öffnend, aus der bei der Reife der Sporenstaub austritt. Reife Fruchtkörper und liegen lose dem Boden auf.
Mikroskopische Bestimmungsmerkmale:
Sporen 3-4 µm, rund, fein warzig bis fast glatt, teilweise mit Tropfen.
Sporenstaub hellbraun.
Bemerkungen:
Ähnliche Arten: Der Rötende Erdstern (Geastrum rufescens) ist größer und besitzt eine weiche und frisch bis 5 mm dicke, langsam rötende Außenschicht. Es gibt zahlreiche weitere, meist seltene Arten, die schwer zu bestimmen sind.
Autor: Edmund Garnweidner
Quelle / Literatur:
Breitenbach/Kränzlin, Pilze der Schweiz, Bd. 2, Nr. 501.