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Oxyporus populinus (Schumach. : Fr.) Donk 1933

Systematik: Basidiomycota > Hymenochaetales > Schizoporaceae

Deutscher Name: Treppenförmiger Steifporling

Vorkommen:
Parasitisch an verschiedenen lebenden Laubbäumen, meist an Pappeln (Populus), Ulmen (Ulmus) und verschiedenen Obstbäumen, vorwiegend in Stammwunden erscheinend. Seltener auch an Rotbuchen (Fagus sylvatica), Holunder (Sambucus nigra), Rosskastanien (Aesculus) und anderen Laubhölzern, das ganz Jahr hindurch wachsend. Nach dem Absterben des Baumes rasch verschwindend.
Nach dem Verbreitungsatlas der Großpilze Deutschlands (West), Bd. 1A (Karte 693) in den gut kartierten Gebieten nicht selten. Im bayerischen Voralpenland weit verbreitet, im Gebirge vor allem an Ahorn (Acer).

Vorkommen am Ammersee:
Zerstreut.
In unserer Datenbank gibt es 20 Fundmeldungen.

Makroskopische Bestimmungsmerkmale:
Fruchtkörper 3-7 cm breit und bis 4 cm vom Substrat abstehend, resupinat oder hutbildend, Hüte konsolen- oder fächer- bis halbkreisförmig, oberseits glatt bis schwach höckerig, fein angedrückt filzig bis kahl, cremefarben bis hell ockerbraun, frisch mit weißlicher Wachstumskante und scharfem, welligem Rand, oft mit Moosen, Flechten und Algen überwachsen.
Fruchtschicht porig, Poren rundlich-eckig, sehr eng, 5-7 pro mm, Röhren 2-3 mm lang, in oft zahlreichen Jahresschichten, frisch fast weiß, dann cremefarben bis hell ockerlich.
Fleisch cremefarben, elastisch und weich, trocken hart und brüchig, mit schwachem Geruch und mildem Geschmack.

Mikroskopische Bestimmungsmerkmale:
Sporen 3,5-4,5 x 3-4,5 µm, rundlich, farblos und glatt, teilweise mit Tropfen, mit Jod nicht blau.
Zystiden dickwandig, mit Kristallschopf, wenig länger als die Basidien.

Bemerkungen:
Der mehrjährige Pilz bildet jedes Jahr auf der Unterseite eine neue, deutlich abgesetzte Röhrenschicht, so dass im Laufe der Jahre beträchtliche, bis zu 20 Lagen zählende Fruchtkörper entstehen können. Weißfäule-Erreger. Aufgrund der stark von Algen und Moosen überzogenen Oberseite und des Wachstums bevorzugt am Stammgrund wird die Art leicht übersehen.

Autor: Edmund Garnweidner

Quelle / Literatur:
Breitenbach/Kränzlin, Pilze der Schweiz, Bd. 2, Nr. 379;
Holec/Bielich/Beran, Přehled hub střední Evropy, S. 216f.;
Marchand, Champignons du Nord et du Midi 3, Nr. 252.

  • Detailansicht

    Foto: Peter Karasch
  • Standort

    Foto: Peter Karasch
  • Makroskopische Ansicht

    Foto: Peter Karasch